Reisebücher

Ted Edwards:
Querdurch
115 S.; Niebank-Rusch-Fachverlag, Bremen 2104
ISBN 978-3-939564-34-8
1984 ging Ted Edwards zu Fuß von Seyðisfjörður nach Reykjavík. Er durchquerte den Sprengisandur, erklomm den Túngnafellsjökull und die Hekla. Immer mal wieder sprang er dabei Freund Hein von der Schippe und trotzte allen Gefahren für Leib und Leben. Daß er sich in die meisten der prekären Situationen selbst hineinmanöveriert hat, sei nur am Rande erwähnt. Fehlplanung war nur eine Herausforderung an seinen britischen Sportsgeist und wenn sich dieser nicht mit dem ebenso britischen Humor paaren würde, dann wäre dieses Buch nicht das Lesevergnügen, das es ist.
Endlich als deutsche Übersetzung erhällich, hat das Buch nichts von dem Charme des englischen Originals verloren.
G. Martina Claus:
Island in meiner Seele
115 S.; Isensee Verlag, Oldenburg 1907
ISBN 978-3-89995-894-2
Es gibt Titel, da zuckt man unwillkürlich zusammen,zieht den Kopf ein und sagt: Autsch, das geht daneben! Tut es auch.
Brave Erlebnisschilderung einer Pauschalreise - eigentlich so wie man sie nicht unbedingt erleben will. Name des Veranstalter notdürftig kaschiert, aber jedem halbwegs Islanderfahrenen erkennbar. Die für das Genre üblichen Versatzstücke an Erleuterungen zu Land und Leuten stammen wohl aus einem Reiseführer und werden regelmäßig den begleitetnden "Teamern" (Reiseleiter) hölzern in den Mund gelegt, die bei der Gelegenheit gestehen, selbst dass erste mal in Island zu sein - hach, das trifft sich gut. Insofern nicht ohne eine gewisse Komik.
Was jetzt aber so seelenberührend an dieser Reise gewesen sein soll, bleibt dem Leser verschlossen.
Carmen Rohrbach:
Auf der Insel der Gletscher und Geysire
Meine Zeit in Island
267 S.; Malik, Mnchen 2011
ISBN 978-3-89029-385-1
"Island hautnah. Sechs abenteuerliche Monate lang durchstreift die beliebte Reiseautorin Carmen Rohrbach die aufregendste Nordmeerinsel Europas. Auf wenig bekannten Pfaden wandert sie zu tosenden Wasserfällen und Geysiren, aktiven Vulkanen und mächtigen Gletschern. Sie folgt den Spuren historischer Islandreisender wie der deutschen Abenteurerin Ina von Grumbkow und entdeckt den liebenswerten Charme Reykjavíks, der nördlichsten Hauptstadt der Welt. Ein Reiseerlebnis von überwältigender Intensität und Vielfalt" (Rückentext)
Eine Mischung von authentischen Reiseerlebnissen und gerne in Dialogen verpackten Reiseführerinformationen. Liest sich flüssig, wenn man den routinierten Stil mag. Trotz hautnaher sechsmonatiger Islanderfahrung werden trotzdem griffige Islandklischees weiter aufgefrischt (z.B. "Götterburg" Herðubreið). Haarsträubend sind allerdings so manche der eingestreuten Erklärungen zur Geologie. Und da wird es ärgerlich. Ich hab das Buch irgendwann weggelegt und vergessen. Irgendwann fiel es mir wieder in die Hände und was mir gefiel waren die Beschreibung ihrer Hochlandwanderung über den Sprengisandur. Das ist authentisch, aber viel zu kurz abgehandelt.
Paul Herrmann:
Island in Vergangenheit und Gegenwart
Reise-Erinnerunngen
Teil 1
Land und Leute

376 S.; Wilhelm Engelmann, Leipzig 1907
Book Renaissance
ISBN 9785876307460
Kopie der Orignalausgabe dieser Mischung aus Reisebircht und Landeskunde auf dem Stand Anfangs des letzten Jahrhunderts. Eine Zeitreise zurück.
Roman Signer
Tumi Magnússon:
when you travel in Iceland you see a lot of water
61 S.; Scheidegger & Spiess, Zürich 2010
ISBN 978-3-85881-299-5
Ein Reisebuch des Schweizer Bildhauer, Zeichner, Aktions-/Konzeptkünstler und Filmers Roman Signer zusammen mit dem Isländischen Künstler Túmi Magnússon. Fotografien und ein Gepräch zu einer Reise.
Kurt M. H. Reichel:
Auf Schusters Rappen allein durch Island
372 S., Books on Demand, Norderstedt. 2010
ISBN 978-3-8391-5725-1
Ein einfühlsamer Bericht über lange Trekkingtouren über das Hochland. Ein Thema das mir persönlich besonders nahe liegt und so durfte das Buch und sein Autor vom mir ein Maximum an Interesse, Verständnis und Wohlwollen erwarten.
Aber mit diesem "Book on Demand" (Das Buch wird ausschließlich vom Autor gestaltet und erst bei Bestellung gedruckt) habe ich trotzdem so meine Schwierigkeiten. Offensichtlich ist die Druckdatei aus über einen Scan und ein Texterkennungsprogramm aus einer Schreibmaschinenvorlage entstanden. Leider wurden die dabei häufig auftretenden Texterkennungsfehler später nicht korrigiert. Besonders schmerzhaft wirkt dies bei isländischen Ortsnamen und zitierten Texten. Mit gutem Willen kann man versuchen über diese technischen Unzulänglichkeiten hinweglesen. Doch dies ist nicht die einzige Beschwernis die den geduldigen Leser erwartet.
Rein formal besitzt das Buch ein Vor- und ein Nachwort, eine Ausrüstungsliste und ein Literaturverzeichnis. Dazwischen liegen aber 300 durch Kapitel ungegliederte Seiten. Man kann dem Autor zugute halten, dass er beim Schreiben dem Drang seines Herzen folgte und er kein Detail seiner wertvollen Erinnerungen und Gedanken verloren wissen wollte, und es noch dies und das zu erwähnen, einzufügen und nocheinmal zu sagen gab. Aber leider hat er dabei seine Leser auf seiner langen Wüstenwanderung vergessen. Schreibt er doch selbst:
"... es kommt beim Schreiben nicht auf die Quantität an, ... sondern mehr auf die Qualität des Schreibens, des Stils und des Inhalts. - also auf das "Wie". - Unter Umständen liegt deshalb in der Kürze die Würze!" (S. 121)
Was mehr sollte man dem Autor noch raten?
Marthe Huber:
"Má ég tjalda hérna?"
Mit dem Rucksack durch Island

87 S., Laudatio Verlag, Frankfurt a. M. 2009
ISBN 978-3-941275-14-0
"Darf ich hier zelten?" so mutig in Isländisch der Titel dieses schmalen Bändchens mit Wander- und Reiseerlebnissen aus Island. Die Autorin wanderte über den alten Kjalvegur, entlang der Jökulsárgljúfur und erkundete Island weiter per Bus und Leihwagen. Ein netter Bericht ... wenn er als Blog im Internet stehen würde - da drückt man schon mal ein Auge zu - da muß es nicht professionell sein. Aber bedrucktes Papier ist schon empfindlicher und da wäre durchaus mehr Sorgfalt angemessen gewesen. So werden manche isländische Ortsnamen schier bis zur Unkenntlichkeit verhackstückt. "Pinvellir" kann man zur Not noch erraten, aber beim "Nyróriskriójökull" fängt es an zu schmerzen und wenn der Stausee Blöndulón zum "Svaträrbrú" umbenannt wird, wird es langsam ärgerlich. Wie gesagt: ein netter Bericht ... wenn er als Blog im Internet stehen würde ... aber so sind 12 Euro schon viel Geld.?
William Lord Watts:
Snioland:
Or Iceland, Its Jokulls And Fjalls

183 S., Reprint by Kessinger Publishing, LaVergne, 2009
Original: Longmans and Co., London 1875
ISBN 3-781437-205848
Reprint eines Reiseberichts von William Lord Watts, dem im Erscheinungsjahr diese Buches die erste dokumentierte Vatnajökullüberquerung gelang (siehe unten). Hier beschreibt er seine Reise durch Südisland und seinen ersten Versuch von Núpsá aus über das Tal der Djúpá und den Siðujökull die Grimsvötn zu erreichen. Sehr interessante Schilderung der Reiseumstände aus der Frühzeit des Tourismus und der geographischen Beobachtungen.?
Ina von Grumbkow:
Ísafold. Reisebilder aus Island.
Mit einem Nachwort herausgegeben von Marion Malinowski.
208 S., LiteraturWissenschaft.de Marburg, 2006
ISBN 3-936134-15-4
Ísafold, die "Eisumschlungene". So nannte Ina von Grumbkow das rauhe Island und ihr 1909 erschienenes Buch über eine Suchexpedition im unbewohnten Hochland. 1908 bereiste sie die Insel im Nordatlantik, um ihren verschollenen Verlobten, den Geologen Walther von Knebel, zu finden. Von Reykjavík aus führt ihr Ritt quer durch das zentrale Hochland, durch reißende Flüsse, an Gletschern vorbei über den gefährlichen Sprengisandur in den Norden nach Akureyri und von dort über die Lava der kalten Wüste Ódáðahraun zur Askja-Caldera, wo ihr Geliebter spurlos verschwand. Der eindruckvolle Expeditionsbericht mit seinen bildgewaltigen Beschreibungen der isländischen Natur, der zugleich eine geradezu mythisch anmutende Geschichte von Liebe, Tod und Neuanfang erzählt, ist unter Kennern schon lange ein Kultbuch.
Die vorliegende Ausgabe macht den Text von 1909, der bereits ins Isländische übersetzt wurde, erstmals wieder auf Deutsch im Buchhandel greifbar, zusammen mit über fünfzig Bildern der Originalausgabe. Das informative Nachwort der Herausgeberin klärt über die Hintergründe des geheimnisvollen Unglücks und die genaueren Umstände der Reise Ina von Grumbkows auf. (Verlagstext)
Direktbestellung
Charles Fergus:
Ein Sommer auf Island
288 S.; Goldmann, München 2003
ISBN 3-442-71191-6
"Keine Straße führt nach Little Lava, dem kleinen, abgelegenen Hof an der Westküste Islands. Der einzige Fußweg wird während der Flut unpassierbar. Strom, Heizun und fließendes Wasser gibt es nicht. In diese Abgeschiedenheit am Rande eines Lavafeldes mit Blick auf Berge und Vulkane zieht sich der Autor mit seiner Familie zurück. Lange Wanderungen und Kajakfahrten unter den Weiten des isländischen Himmels helfen ihm einen tragischen Schicksalsschlag zu verarbeiten" (Rückentext)
Corinne Haberl:
Haettusvaedi!
Tagebuch einer Reise durch Island

192 S.; Eigenverlag, Landsberg a. Lech 2001
ISBN 3-00-007077-X
Schönes Reisebuch zur Einstimmung oder Nachlese einer Islandreise. Mit einigen Exkursen zur Landeskunde und zur Rechtsgeschichte.
Zu bestellen bei: ELDEY
Mareike Bollhorn, Peter Fabel:
Island - Zwischen Traum und Wirklickkeit
156 S.; Eigenverlag Hamburg 2001
Wieder mal gelingt im Selbstverlag etwas, was den etablierten Reiseliteraturlieferanten so schwer fällt. Ein locker geschriebenes Buch, in dem neben sachlicher Information - nicht mehr als nötig (wer braucht denn noch die 250ste Blockbilddarstellung des Mittelatlantischen Rückens?) - kurze Reportagen ungewöhnlicher Reiseabenteuer gemischt sind mit Berichten aus dem täglichen Leben Islands. Biker, Allradfahrer, Wanderer, Kjakfahrer und nicht zuletzt Pferdeliebhaber werden alle etwas in diesem Buch finden, ohne daß nur die Klischees bedient werden. Besonders nett: die Mückenleichen im "Mývatn" Kapitel und Húseyamóris Scabbernack. Das preiswerte und empfehlenswerte Buch kann direkt bei den Autoren per E-Mail Peter.Fabel@t-online.de oder über dessen Homepage www.PeterFabel.de bestellt werden.
Roland Torke:
Island - Traum und Wirklickkeit
160 S.; Torke Verlag, Manching 2000
ISBN 3-00-007045-1
Ein locker erzählte Reisegeschichte über eine 14tägige Motorradtour durch Island. Als Einstimmung besonders geeignet für alle Ersttäter, Verehrer der Africa Twin, zur sanften Vorbereitung der Sozia und als Ergänzung zu einem normalen Reiseführer. Die Informationen zu den landschaftlichen Highlights werden als nette Dialoge an den Leser gebracht. Am besten zu bestellen über: Torke Verlag
Langhagen R., Rohrbach C.:
Junges Land - Zu Fuß unterwegs in Ísland - Ein Reisebericht
Eigenverlag 1999;(Am besten zu bestellen über buecher.de
ISBN 3-89811-045-1
Da machen zwei ihre erste Islandreise und schon veröffentlichen sie ein Buch? Zugegeben ich war anfangs etwas skeptisch als ich das fast 300 Seiten starke Buch, im Eigenverlag und als "Book on Demand" produziert, bestellt habe. Was ich dann in der Hand hatte, war ein im wahrsten Sinne des Wortes "liebevolles" Werk das seinen Charme nicht zuletzt daraus bezieht, daß gar nicht profesionell gemacht sein will. Ausführlich und aus den Blickwinkeln der beiden Tagebuchschreiber wird wird eine lange Wanderung von Þingvellir bis nahe Kirkjubærarklaustur und eine anschließende Busreise um Island beschrieben. Gut und genau beobachtet wird die spezielle Atmosphäre Islands getroffen und vermittelt. Ja, genau das ist es, was einen süchtig gemacht hat! Die durch die Drucktechnik teils unkenntlich gewordenen SW-Photos tun meiner Freude an dem Buch keinen Abbruch und sind ja auf der Homepage von Rebecca Langhagen und Christian Rohrbach in Farbe zu besichtigen.
Karl-Ludwig Wetzig(Hrsg.):
Europa erlesen - Island
Wieser Verlag Klagenfurt/Celovec 1999, 230 S.
ISBN 3 85129 295 2
Ein handliches Büchlein mit einer Sammlung von Texten welche Island aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten. "Eine Schatzsuche und Entdeckungsreise zugleich" (Verlag) - auf jeden Fall ein idealer Reisebegleiter.
Antti Tuuri:
Grosses kleines Land
Isländisches Tagebuch
193 S., Pettersson, Helsinki, 1998
ISBN 3-930704-50-1
"Njörður war der Meinung, jeder Finne sollte wenigstens einmal in seinem Leben Island und Irland besuchen, denn Island, Irland und Finnland seinem die einzigen Orte auf Erden, wo sich bei den Menschen noch eine Spur jener Ur-Verrücktheit erhalten habe, um derentwillen es sich zu leben lohne. Ich versprach im, im nächsten Sommer nach Island zu kommen." (Rückentext).
Reisenotizen eines Schriftstellers. Tuuri schafft es 40 Seiten über Fliegenfischen zu schreiben und zitiert ausgiebig Sagas. Da fehlte mir beim Lesen doch etwas von der versprochenen Urverrücktheit.
Poul Vad:
Islandreise - auf den Spuren einer Saga
181 S.;Carl Hanser Verlag; München Wien 1998
ISBN 3
Literarische Spurensuche an dem Schauplatz der Saga von Hrafnkel dem Freysgoden. Enthält auch eine Übersetzung der Saga.
Sabine Gorsemann, Christian Kaiser:
Island, Ein Reisebuch für den Alltag
Reihe Anders Reisen
311 S.; Rowohlt, Hamburg 1996
ISBN 3-499-19085-0
Ein Reisebuch mit Infoteil in praktischem Taschenbuchformat.
Frank Schröder:
Die Eisumschlungene: Spurensuche in Island
160 S.; Lundi Press 1995
ISBN 3-980 164 8-3-7
Auf den Spuren Ina von Grumbkows Islandreise. Biographisches, Zitate aus "Isafold" und aus einem fiktiven Tagebuch.
Achill Moser:
Kurs Thule
164.S.;(2.Aufl.) Pietsch, Stuttgart 1995
ISBN 3-613-50217-8
In einer weiteren, nicht weniger abenteuerlichen Unternehmung umrundete Achill Moser weite Teile Islands "im Kielwasser der Wikinger" mit seinem Faltboot.
David Hume Pinsent:
Reise mit Wittgenstein in den Norden
198 S.; Folio Wien, Bozen 1994
ISBN 3-85256-006-3
Tagebuchauszüge und Briefe. In den Jahren kurz vor dem ersten Weltkrieg unternahmen die beiden Cambridgestudenten David Hume Pinsent und der (spätere) Philosoph und Logiker Ludwig Wittgenstein Reisen nach Island und Norwegen.
M. J. Dremel, K. Wiktorin:
Islandreisen, Aus alten Reiseberichten (Band 1, 1918 -1939)
120 S. Lundipress Verlag, Eichstätt 1994
ISBN 3-980 164 8-2-9
Amüsante, teilweise bedenklich stimmende Reisebeschreibungen, die meist mehr über die Beschreibenden als über das oder die Beschriebene(n) aussagt. Einen Band 2 gibt es leider (noch?) nicht.
Christian E. Hannig:
Polarlicht: Radabenteuer in Skandinavien, Island und Grönland
Frederking & Thaler; München 1993
ISBN 3-89405-312-6
Flüssig und spannend geschriebenes Radabenteuer - Teil 2.
Arne Krötzinger:
Allein durch Island
178 S.; Pitsch Verlag, Stuttgart 1992
ISBN 3-613-50071-x
Radabenteuer Klassiker aus der Anfansgszeit des Mountainbikes(!)
Peter Christmann:
Ísland - Mythos einer Landschaft
LundiPress Verlag Eichstätt, 1991; 96 S
ISBN 3-980 164-8-1-0
Bild- und Textband mit SW-Photos und Texten die dort wo sie die Landschaft und das Wandern in ihr beschreiben schlicht hervorragend sind. Für meinen Geschmack vielleicht aber etwas zu "mythologiedurchsetzt". Habe in diesem Buch mein Motto "Nur wo man zu Fuß war, war man ganz" gefunden. Leseprobe auf der Seite von LundiPress.
Achill Moser:
Abenteuer Island
175.S.;(2.Aufl.) Pietsch, Stuttgart 1991
ISBN 3-613-50028-0
"Eine Expedition in Eis, Lavawüste und Wildwasser" Achill Moser erreichte zu Fuß den Ursprung der Jökulsá á Fjöllum am Nordrand des Vatnajökull und befuhr diese dann mit in einem mitgeschleppten Faltboot. Im ersten Reiseberichtteil des Buches wird diese abenteuerliche Unternehmung beschrieben. Moser gelingt es dem Leser die Faszination des Wüstenwanderns anschaulich zu vermitteln. Der zweite Teil, das "Handbuch für den Islandreisenden" ist etwas überholt.
Lawrence Millman:
Saga-Land - Eine Reise in den Norden
293 S. Paul List Verlag München, Leipzip 1991
ISBN 3-471-78187-0
Ein Amerikaner auf den Spuren der Wikinger von Norwegen über Färöer, Island, Grönland nach Neufundland. Beschreibungen voller Witz - ein Muß für alle Nordsüchtigen.
Ida Pfeiffer:
Nordlandfahrt
Eine Reise nach Skandinavien und Island im Jahre 1845

Hrs. Gabriele Habinger; Promedia,Wien 1991
ISBN 3-900478-47-3
In ihrem Unternehmungsgeist und Mut war Ida Pfeiffer ihrer Zeit um mindestens 100 Jahre voraus. Gegen alle gesellschaftlichen Normen reiste sie allein (!) durch die Welt und besuchte auch Island.
Ingeburg Tieman:
Island, Insel der Mythen. Mit Texten aus Ina von Grumbkows "Isafold"
Harenberg Edition, Die bibliophilen Taschenbücher Nr. 565, Dortmund 1989
ISBN 3 88379 565 8 <2480>
Netter kleiner Band zum Einlesen und Mitnehmen. Ina von Grumbkows Reisebeschreibungen aus Island haben eine Sonderstellung in der deutschsprachigen Reiseliteratur.
Christian E. Hannig:
Island- Vulkane, Eis und Einsamkeit: Eine extreme Tour per Rad
Frederking & Thaler; München 1989
ISBN 3-89405-049-7
Radabenteuer mit dem Tourenrad.
Gudrun M. H. Kloes:
Island
229 S.; Badenweiler 1988
ISBN 3-88922-202-1
Skizzen, Szenen, Reflektionen und Informationen über Reisende und Bereiste und die Insel auf der sie aufeinandertreffen. Teilweise höchst unterhaltsame Art der Informationsvermittlung. Daß etliche zeitliche Bezüge seit Ende der 80er nicht mehr aktuell sind, ist verschmerzbar und tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Ted Edwards:
Fight the wild Island
A solo Walk across Iceland
188 S., Topsfield, MA 1986
ISBN 0 88162 258 3
1984 ging Ted Edwards zu Fuß von Seyðisfjörður nach Reykjavík. Er durchquerte den Sprengisandur, erklomm den Túngnafellsjökull und die Hekla. Immer mal wieder sprang er dabei Freund Hein von der Schippe und trotzte allen Gefahren für Leib und Leben. Daß er sich in die meisten der prekären Situationen selbst hineinmanöveriert hat, sei nur am Rande erwähnt. Fehlplanung war nur eine Herausforderung an seinen britischen Sportsgeist und wenn sich dieser nicht mit dem ebenso britischen Humor paaren würde, dann wäre dieses Buch nicht das Lesevergnügen, das es ist. (Leider kaum mehr erhältlich. Mein Exemplar habe ich in Australien aufgetrieben)
Walter Hansen
Asgard - Entdeckungsfahrt in die Germanische Götterwelt
246 S.Gustav Lübbe Verlag; Bergisch Gladbach 1985
ISBN 3-7857-0401-1
Die Prosa-Edda wörtlich genommen. "Hausten die Zwerge in einer Schachtel?". An den Haaren herbeigezogener Mythologiequatsch und zum Buch gewordener GEO Artikel. Aber wenigstens gute Bilder.
W. H Auden, Louis MacNeice:
Letters from Iceland Faber and Faber, London, Boston 1985
ISBN 0-571-13297-9
Erstausgabe 1937. Zwei junge Englische Poeten auf einer Sommerreise durch Island. Ein "... highly amusing and unorthodox travel book" - besser als der Rückentext läßt es sich nicht sagen. Voll zutiefst britischem Humor und wundervollem, poetischem Witz. Ein schärferer Gegensatz zu den germanentümmelnden, deutschsprachigen Reisebüchern dieser Epoche läßt sich kaum denken. (Engl.)
Werner Helwig:
Isländisches Kajütbuch
Limes Verlag München 1983
ISBN 3-8090-2200-4
Reisebuch in dem es manchmal etwas zauberhaft zugeht.
Matthias Koglbauer: Islandsommer, Bilder einer eigenwilligen Insel
158 S.; Kremayr & Scheriau, Wien 1983
Reisebuch in dem Reiseerlebnisse und Informationsvermittlung erzählerisch vermittelt werden. Im Stil vielleicht etwas aus der Mode gekommen.
Peter Scott, James Fisher:
Geheimnis der Brutstätten
Eine Island Expedition
188 S.; Claassen, Hamburg 1957
Bis zum Jahr 1951 wußte niemand genau, wo die Brutstätten der Kurzschnabelgänse (Isl.: Heiðagæs; Engl.: Pink-footed Goose; Lat.: Anser brachyrhynchus) liegen, die in Großbritannnien zahlreich überwintern. In den Jahren 1951 und 1953 glang es eglischen Ornitholoen diese Brutstätten in der Þjórsárver ausfindig zu machen und etwa ein Drittel des Weltbestandes dieser Vögel zu Forschungszwecken zu beringen. Eine Folge dieser Forschungsarbeiten war, daß die Þjórsárver in der Folge unter Naturschutz gestellt wurde. Der ins Deutsche übersetze Schilderung der Expedition biete auch zahlreiche Informationen über das Gebiet der Þjórsárver.
Friedrich Mörtzsch:
Wir beide ritten durch Island
Tagebuch einer Reise durch Island

226 S.; Schneekluth, Darmstadt 1952
Ein etwas eigenartiges Werk für den 50er-Jahre Backfisch mit Pferde- und sonstigen Träumen. Nur was für wirklich Sattelfeste!
Rudolf Jonas:
Fahrten in Island
L. W. Seidel & Sohn, Wien 1948; 169 S.
"Anschaulicher Fahrtenbericht einer kleinen Islandexpedition österreichischer Akademiker" (Klappentext). Enthält neben der Beschreibung einer Reittour über den Kjalvegur den Bericht über eine Skiüberquerung des Vatnajökulls, und eines Fluges in offner Maschine zum Nordrand des Dyngjujökulls (möglicherweise ist es genau diese "Klemm" die im Flughafengebäude von Heimaey zu sehen ist).
Rudolf Jacobs:
Islandsommer
Wolff, Fensburg 1947
Teilweise schwärmerisch, romanhafter Bericht eines Journalisten über eine Reise entlang der Südküste nach Skaftafell.
Hans Wilhelmsson Ahlmann:
Land of Ice and Fire
Translated from the Swedish
271 S., Keegan Paul, Trench, Trubner& Co. Ttd., London 1938
Bericht über eine gletscherkundliche, isländisch-schwedische Vatnajökull-Expedition.
Paul Burkert:
Island erforscht, erschaut erlebt!
Spron, Zeulenroda 1936
In diesem Reisebuch wird auch ein Ritt über den Kjalvegur beschrieben. Teilweise sehr gute SW-Photos. Der Text allerdings von zeitgemäßen Nazischwulst durchsetzt.
Brian Roberts:
The Cambridge Expedition to Vatnajökull 1932
In: The Geographical Journal, Cambride 1932
1932 überquerte eine geowissenschaftliche Expedition der Universität Cambridge den Vatnajökull vom Heinabergsjökull im Südwesten zum Ursprung der Kreppa östlich der Kverkfjöll. Der Rückweg ging über die gleiche Route.
Gustav Buchheim :
Glücksfahrt nach Island
Roman
327 S., Oestergaard, Berlin, 1932
Als (schwacher) Roman verpackte Reiseschilderung. Ähnlich wie Rudolf Jacobs "Islandsommer".
Olive Murray Chapman :
Across Iceland: the land of frost and fire
193 S., John Lane the Bodley Head, London 1930
Reisebeschreibung einer Engländerin die in den 20er Jahren von Reykjavík zum Gullfoss und in die Þórsmörk sowie von Snæfellsnes zum Mývatn ritt.
Adrian Mohr:
Was ich in Island sah!
238 S.; Uhlmann, Berlin 1925
Was im Untertitel als "Plaudereien vom Polarkreis" bezeichnet wird, ist nicht nur mit den Jahren ranzig geworden. Arrogant schnoddert Mohr im Stile eines preußischen Reserveleutnatnts auf allzuvielen Seiten über Island und die Isländer. Seine unerschütterliche, nationalistische Überheblichkeit hat ihn sicher sehr beliebt gemacht. Ausschnitte aus diesem Buch sind in "Islandreisen, Aus alten Reiseberichten" zu begutachten, in höheren Dosen ist der Text aber ungebießbar. Wenigstens die vielen, guten Abbildungen, haben mich über den Antiquariatspreis etwas trösten können.
Jón (Nonni) Svensson :
Zwischen Eis und Feuer
Ein Ritt durch Island
Herder, Freiburg, (ohne Jahr, 191?)
Eine manchmal zu sehr idealisierende, wohl eher fiktive, Reiseschilderung des Autors der Nonnibücher. Enthält eine längere Einlassung über über die vulkanischen Ausbrüche der Hekla und der Lakikrater wobei er sehr detaillierte und Quellen zitiert. Die Anmerkungen über den isländischen Volkscharakter sind zeittypisch nationalromantisch verklärt. Ein etwas seltsames, uneinheitliches und pädagogisierendes Bändchen.
Paul Herrmann :
Inner- und Nordostisland
Erinnerungen aus meiner dritten Islandfahrt.
126 S. geheftet, Torgau 1913
In Ergänzung zu seinem dreibändigen Werk über Island in Vergangenheit und Gegenwart schrieb Herrmann seine Erinnerungen an seine Reise in das Fjallabak, über den Sprengisandur und in den aüßersten Nordosten Islands nieder. Der Text enthält eine Fülle von geologischen Beobachtungen, und historischen und literarischen Bezügen. Ein wohl sehr seltene Fundgrube! Erschienen als wissenschaftliche Beilage zum Jahresbericht 1913 einer nicht näher bezeichneten Lehranstalt vermutlich in Torgau (Progr. Nr 357).
Hermann Stoll:
Quer durch Island
Jahrbuch des Schweizer Alpenclub; Jhg. 1910; S. 154 - 186
Hermann Stoll ritt, was zu seiner Zeit unüblich war, allein und ohne einheimischen Führer über das Hochland. Seine Route führte am Westufer de Þjórsá nach Norden, dann über die Kerlingarfjöll zum Kjölur und weiter zum Skagafjöður. Als Alpinist bestieg er nebenher die Kerlingarfjöll und möglicherweise als erster Tourist (wenn nicht überhaupt als erster) den Hofsjökull.
L. Wunder:
Gletscherturen in Island
Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins Jhg. 1910; S. 46 - 58
Wunder bestieg mit einigen Begleiter von Westen aus den Eyjafjallajökull, den Tindfjallajökull sowie die Hekla. Auch unternahm die Gruppe eine Überquerung des Langjökulls bei der sie einen Schlitten zum Gepäcktransport einsetzte. Offensichtlich begannen sie ihre Tour am Südwestrand des Þórisjökulls, von dem sie annahmen, daß er zum Langjökull gehören würde. Da sie mit dem Schlitten das Þórisdalur nich queren konnten blieb ein Teil der Gruppe zurück, während die anderen über den eigentlichen Langjökull zum Hvítárvatn zogen.
Ina von Grumbkow:
Ísafold
Reisebilder aus Island.

202 S.; Reimer, Berlin 1909
Im Jahr 1908 unternahm die Berlinerin Ina von Grumbkow zusammen mit dem Geologen Hans Reck eine Expedition nach Island um nach Spuren ihres im Jahr vorher bei Forschungsarbeiten zusammen mit dem Maler Max Rudloff im Öskjuvatn (Askja) ertrunkenen Verlobten Walther von Knebel zu suchen. Genau beobachtend und einfühlsam beschreibt Ina v. Grumbkow ihre Reise über das Hochland zur Eldgjá, über den Sprengisandur und schließlich durch das Ódáðahraun zur Askja. Das Buch ist der Klassiker der deutschsprachigen Reiseliteratur über Island.
Der Domainname isafold.de ist als eine Referenz an Ina v. Grumbkows Buch zu verstehen.
Carl Küchler:
Unter der Mitternachtssonne durch die Vulkan- und Gletscherwelt Island
Abel & Müller, Leipzig 1906
Auf einer Recherchereise für den bekannten Reiseführerverlag Baedecker besuchte Carl Küchler auf einem langen Ritt Skógar Þórsmörk, Hekla, Geysir, Þingvellir, Kaldidalur und Strútshellir. Genaue Beobachtungen und treffende Beschreibungen, ohne den Ideologiebalast der folgenden Jahrzehnte, vermitteln dem Leser heute anschaulich die Reiseumstände vor 100 Jahren.
William Lord Watts:
Across the Vatna Jökull
or,
Scenes in Iceland

202 S., Longmans and Co., London 1876
"Being a description of hitherto unknnown regions". Bericht über die erste Vatnajökull-Expedition. Watts überquerte mit einer Gruppe von Isländern den Vatnajökull von Núpstaðir im Süden zum Kistufell am Dynjujökull im Norden. Nach der schwierigen Gletscherüberquerung mußte die Expedition der Jökuslá í Fjöllum folgend zu Fuß bis nach Grímstaðir (östl. des Mývatn). Nach wenigen Tagen Ruhe brachen wieder nach Süden auf um den seit seinem großen Ausbruch im Vorjahr immer noch aktiven Askjavulkan zu erkunden.