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16. Tag; Nřidalur

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Copyright © Dieter Graser

Samstag, 10. August 1996


Die Gruppe der Franzosen ist als erste auf und macht beim Zusammenpacken entsprechenden Lärm - nichts ist┤s mit ausschlafen! Langsam gefrühstückt. Das Wetter ist passabel, bedeckt, leichter Südwind aber recht frisch. Mache einen kleinen Morgenspaziergang, bin aber zu lustlos etwas größeres zu Unternehmen und schaue mir nur die Eiskeilnetze in der näheren Umgebung an. Der Zeltplatz hat sich inzwischen geleert. Gegen Mittag koche ich zusammen mit Erwin, dem Schweizer, zusammen in der Küche der Hütte. Den anschließenden Kaffee nehmen wir in der Sonne sitzend auf der Bank vor der Hütte ein. Zeit für lange Plaudereien.

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(71 KB)Nřidalur

Ein Nachmittagsschläfchen wird durch erste Neuankömmling im Ansatz abgewürgt. Noch mal kleinere Gänge in die Umgebung. Studiere die Furt am Fluß. Das letzte Mal lag der tiefste Arm unmittelbar vor der Ausfahrt an der Hütte. In diesem Jahr ist es hier trocken und der Abfluß hat sich an den rechten Rand des Hochwasserbettes verlagert. Ab 17:00 Uhr trudeln massiv die Geländewagen ein. Auch ein Bus und ein paar Radler. Die Hoffnung auf eine ruhige Nacht zerplatzt, als mein Zelt von Italienern eingekreist wird - Mamma mia! Überall klopft und hämmert es, Zeltstangen scheppern und es klappern Campingstühle und Tische und Carlo kann irgend etwas nicht finden. Erwin muß mit seinem erst in Akureyri erstandenen Kaufhauszelt umziehen, weil sie ihm zwei Meter vor seinem Eingang ein großes Küchenzelt hingestellt haben. Er sagt nur: "Ich faß es nicht!"

Risi-Bisi zum Abendessen. Schenke meine zweite Packung Mineralbonbons zwei Bikern die über die Gæsavatnaleið nýðri kamen. Kenne die Strecke und weiß, daß sie sich es verdient haben. Versuche vergeblich Lene und Óskar in Dæli zu erreichen, komme aber immer nur auf das dumme Faxgerät. Werde es morgen Früh noch mal versuchen.


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17. Tag: Nřidalur - Fjór­ungsvatn